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Kapitaldeckung zur Sicherung der Pflegefinanzierung

Initiative fordert Kapitaldeckung zur Sicherung der Pflegefinanzierung und Generationengerechtigkeit

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In Berlin hat die „Initiative für eine nachhaltige und generationengerechte Pflegereform“, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft und der Pflege, für einen Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Sozialversicherung plädiert. Alexander Gunkel von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) betonte die Notwendigkeit, von der bisherigen Praxis ständig steigender Beiträge und Steuerzuschüsse abzurücken und stattdessen die Kapitaldeckung zu stärken. Er wies darauf hin, dass Deutschland bereits hohe Abgabenlasten im OECD-Vergleich hat und zusätzliche Belastungen durch Klimaschutz und digitale Transformation bevorstehen.

Die Sozialabgabenquote könnte laut einem Bericht des Finanzministeriums ohne Reformen bis 2040 auf über 50 Prozent steigen. Gunkel forderte daher politische Maßnahmen zur Stärkung der Kapitaldeckung in der Alters-, Kranken- und Pflegeversicherung. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) schlug einen „Neuen Generationenvertrag“ vor, der darauf abzielt, den Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung zu stabilisieren oder zu senken, indem die Leistungsausgaben weniger stark steigen als die Einnahmen. Dies soll der jüngeren Generation ermöglichen, sich durch eine Pflegezusatzversicherung vollständig gegen Pflegekosten abzusichern, wodurch eine fairere Lastenverteilung zwischen den Generationen erreicht werden könnte.