Kalte Progression


Die kalte Progression erzeugt Einkommensverluste trotz Gehaltserhöhung aufgrund von steigenden Steuersätzen bei steigenden Löhnen.



Kommt es in der ersten Progressionszone zu Einkommensverlusten trotz Gehaltserhöhung, dann liegt die Kalte Progression 2019 vor. Dabei kommt es zu höheren Einkommensteuern durch steigende Steuersätze bei steigenden Löhnen.

Dies findet überproportional statt, sodass es bei einer Gehaltserhöhung um 3% zu einem Anstieg der steuerlichen Belastung um 4% kommen kann. In Progressionszone I und II kann es zu diesem Vorfall kommen. Zusammenfassend bedeutet das, dass Erhöhungen des Bruttogehalts in der Höhe der Preissteigerung im Endeffekt die Kaufkraft verringern, während der Fiskus mehr an Steuern einnimmt, wenn nach dem Steuerabzug der Nettolohn unterhalb der Inflationsrate liegt. In diesem Fall hat sich dann der Reallohn verringert.

Für das Jahr 2019 gilt der folgende Einkommenssteuertarif:

  • steuerliche Belastung von 0 durch Grenzsteuersatz von 0% bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 0 und 8.652 Euro
  • Grenzsteuersatz zwischen 14% und 24% (Progressionszone I) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 8.653 Euro und 13.669 Euro
  • Grenzsteuersatz zwischen 24% und 42% (Progressionszone II) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 13.670 Euro und 53.665 Euro
  • Grenzsteuersatz einheitlich bei 42% (Proportionalzone I) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 53.666 Euro und 254.546 Euro
  • Grenzsteuersatz einheitlich bei 45% (Proportionalzone II) bei steuerpflichtigem Einkommen ab 254.547 Euro