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Jobräder-Leasing

Jobräder-Leasing in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

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Immer mehr deutsche Arbeitnehmer entscheiden sich für das Leasing von Diensträdern statt eines Kaufs, getrieben von steuerlichen Vorteilen und zusätzlichen Anreizen durch die Arbeitgeber.

Michael Müller, Angestellter bei Schott in Mainz, berichtet, dass er dank des Angebots seines Arbeitgebers ein E-Bike im Wert von fast 5.000 Euro nutzt, das er sich sonst nicht leisten würde. Das Modell ähnelt dem Dienstwagenleasing und bietet Steuervorteile, die 2019 nochmals verbessert wurden.

Die Schott AG und andere Firmen bieten solche Leasingmodelle an, um Gesundheitsförderung und Klimaschutz zu unterstützen, sowie Parkraum zu sparen. Doch während Arbeitnehmer durch Gehaltsumwandlung Steuern und teilweise Sozialversicherungsbeiträge sparen, sinkt damit auch die Grundlage für ihre Rentenansprüche. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di warnt daher vor möglichen langfristigen finanziellen Nachteilen und empfiehlt, das Angebot genau zu prüfen, besonders bei geringeren Einkommen.

Der Trend zum Dienstrad-Leasing ist ungebrochen stark: Rund eine Million neue Diensträder wurden letztes Jahr in Deutschland registriert. Dieser Aufschwung kommt besonders dem Fachhandel zugute, bei dem inzwischen über die Hälfte der verkauften E-Bikes Leasingräder sind. Dennoch bleibt die Frage, wie vorteilhaft diese Entwicklung für den Einzelnen wirklich ist.