Hundesteuer


Hundesteuer und ihre geschichtliche Entwicklung



Die Hundesteuer 2019 fällt unter örtliche Steuern und basiert auf dem Hundesteuergesetz und teilweise auf den Kommunalabgabengesetzen der jeweiligen Bundesländer. Besteuert wird dabei die Hundehaltung mit dem Ziel diese zu vermindern.

Informationen zur Existenz oder der Verfahrensweise hinsichtlich der Hundesteuer der verschiedenen Städte und Gemeinden kann man bei deren Verwaltungen und Landesfinanzbehörden erlangen. Vorreiter der Hundesteuer ist anfangs zunächst das sogenannte Hundekorn. Im 16. Jahrhundert tauchte diese Bezeichnung erstmals auf und stellte eine Kornabgabe in Form von Roggen, Gerste oder Hafer dar. Man sprach auch von der „Bede“. Sie wurde anstelle der vorherigen Abstellungspflicht von Hunden zu Jagdfrondiensten eingeführt. Das Hundekorn diente anschließend zur Herstellung von Hundefutter oder dem sogenannten Hundebrot. Ziel war laut den Hildesheimer Stadtrechnungen von 1658/59 vor allem die „Erhaltung gemeiner Stadtjagdgerechtigkeiten“. Die Hundeabgaben traten danach im 19. Jahrhundert in verschiedenen Formen auf und hatten polizeilichen Ursprung. Sie wurden teilweise unter Luxussteuern oder Nutzungsgebühren gefasst.

Entwicklung der Hundesteuer

Neben der Beanspruchung der Steuer von Seiten der Gemeinden, musste noch einige Zeit lang ein Teil an den Staat abgegeben werden. Zur Weimarer Zeit zählte man die Hundesteuer schließlich zu den örtlichen Abgaben und nahm sie deshalb auch im Bonner Grundgesetz 1949 als Steuer mit örtlich bedingten Wirkungskreis auf. Seitdem ist sie eine reine Gemeindesteuer.