Flexirente 2018


Rentenabschläge abkaufen. Das ist der Vorteil der neuen Flexirente 2018.



Seit dem 01.07.2017 soll die Flexirente 2018 mit ihren Neuerungen ermöglicht werden. Dazu zählt ein flexiblerer Eintritt in die Rentenphase sowie eine Erhöhung der Rente für Rentner, die auch nach Renteneintritt noch weiter arbeiten.

Rentenabschläge abkaufen

Auch in Zukunft wird der Kauf von Rentenabschlägen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Dafür muss zum 01.07.2017 ein Mindestalter von 50 Jahren erreicht werden und eine Wartezeit von 35 Jahren muss zum Renteneintrittsalter bei langjährig Versicherten oder Schwerbehinderten vorhanden sein. Werden die Voraussetzungen erfüllt, dann können durch Ausgleichsbeiträge Rentenabschläge abgekauft werden.

Die Höhe der Rentenabschläge steht in Zusammenhang mit dem Geburtsjahrgang der Versicherten und dem verfrühten Rentendatum. So gibt es beispielsweise Rentenabschläge über 14,4 Prozent der gesetzlichen Bruttorente für Versicherte des Jahrgangs 1964, die mit 63 Jahren in Rente gehen wollen.

Vorteil der neuen Flexirente 2018

Durch die Flexirente 2018 wird zum einen gewährleistet, dass Frührentner weiterhin arbeiten können, ohne einen Abzug ihrer Rente befürchten zu müssen. Dabei liegt die Grenze bei 6.300 Euro jährlich. Werden weiterhin Beiträge in die Rente eingezahlt, dann erhöht sich die Rente. Ebenfalls ist es möglich auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin Beiträge zu leisten, die dann ebenfalls zu einer höheren Rente führen. Darüber hinaus gewährleistet die Flexirente 2018 auch den Ausgleich von Rentenabschlägen durch Beiträge, wobei diese Zahlungen jährlich oder auch halbjährlich geleistet werden können.

Wenn Sie wissen wollen, wie hoch der Ausgleichsbetrag für die Rentenabschläge in Ihrem Fall wäre, können Sie eine Berechnung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Gerade in der Niedrigzinsphase stellt sich für die meisten ein Abschlagskauf als lohnenswert heraus. Sie haben dabei auch die Möglichkeit, den Ausgleichsbetrag anhand mehrerer Jahresraten zu leisten. Sollten Sie sich im Nachhinein doch gegen eine Frührente entscheiden, dann erhöhen Sie Ihre Altersrente.

Arbeiten nach Renteneintritt erhöht die Rente

Wenn Sie auch nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin arbeiten möchten, dann müssen Sie dies schriftlich an Ihren Arbeitgeber herantragen und anmerken, dass Sie Ihren Arbeitnehmeranteil weiterhin in die gesetzliche Rente einzahlen wollen. Durch diese Zahlungen und den zusätzlichen Anteil des Arbeitgebers komm es zu einer Erhöhung Ihrer Rente, welche immer am 01. Juli des Folgejahres erfolgt, gemeinsam mit der allgemeinen Rentensteigerung für alle.

Weiterarbeit ohne Rentenkürzung

Möchten Sie auch während Ihrer Frührente nebenbei noch weiter arbeiten und sich etwas dazu verdienen aber eine Kürzung Ihrer Rente vermeiden, dann müssen Sie darauf achten, dass Sie die Grenze von 6.300 Euro im Jahr nicht überschreiten. Haben Sie dagegen die Regelaltersgrenze erreicht, dann liegt keine Begrenzung mehr vor.

Nebenverdienst über 6.300 Euro

Beziehen Sie bereits eine Frührente und verdienen nebenbei Geld hinzu, welches über 6.300 Euro im Jahr hinaus geht, dann kommt es zu einer Anrechnung des die Grenze überschreitenden Teils auf die Rente zu 40 Prozent. Aus diesem Grund kommt es immer auf den Einzelfall an, ob es sich lohnt die Grenze zu überschreiten und eine Abstufung der Rente in Kauf zu nehmen.

Verschieben der Rente über die Regelaltersgrenze hinaus

Das Verschieben der Rente über die Regealtersgrenze hinaus hat seine Vorteile. So erhalten Sie für jedes Jahr, um das Sie Ihre Rente verschieben, einen Rentenzuschlag von sechs Prozent. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Sie, im Fall einer Nebentätigkeit nach Erreichen der Regelaltersgrenze, ein Jahr lang auf die Regelaltersrente verzichten. Sowohl der finanzielle Aspekt als auch persönliche Vorstellungen, wie das Leben währen der Rente weiterlaufen soll spielen in die Entscheidung mit ein, ob die Rente verschoben werden soll oder ob weitergearbeitet wird.