Infografiken

EZB-Leitzins steigt auf 1,25 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die größte Zinserhöhung seit Einführung des Euros beschlossen. Ab 14. September soll der Leitzins in Europa um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent steigen, um der Inflation entgegenzuwirken. Die Inflation im Euro-Raum kletterte im August auf ein Rekordhoch von 9,1 Prozent. Grund dafür sind vor allem steigende Lebensmittel- und Energiepreise.

Auch die anderen großen Geldinstitute haben kürzlich unter dem Druck steigender Inflationsraten ihre Zinsen angehoben. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) steigerte den Leitzins im Juli auf 2,25 bis 2,50 Prozent. Bereits im Juni beschlossen die US-Geldgeber einen Anstieg von 1,00 auf 1,75 Prozent, wie die Statista-Grafik zeigt Neben Fed und EZB hat auch die Bank of England (BoE) ihren Zinssatz 2022 sukzessive erhöht und steht momentan bei 1,75 Prozent.

Erst im Frühjahr 2020 hatten sowohl die Federal Reserve (Fed) der USA als auch die Bank of England (BoE) den Leitzins zur Abfederung der wirtschaftlichen Corona-Folgen drastisch gesenkt. Der russische Angriff auf die Ukraine bewegt die zentralen Finanzorgane der Länder nun wieder zu einer restriktiven Geldpolitik. Knappere Geldmengen und verteuerte Kredite sollen die Währung wieder aufwerten und dadurch die Inflation dämpfen. Für den Konsumenten bedeutet das wieder sinkende Lebenserhaltungskosten, das Wirtschaftswachstum wird jedoch indirekt ausgebremst.