ETF kaufen


Risikobereitschaft und Anlageziele bei ETF kaufen 2019



ETF kaufen 2019 kann für Anleger mit verschiedenen Zielen interessant sein. Sie dienen einerseits der kurzzeitigen Anlage, andererseits aber auch dem langfristigen Vermögensaufbau, um beispielsweise für das Alter vorzusorgen. Dabei werden verschiedene Strategien angewandt, die ETFs entweder zum Teil oder ganz beinhalten. Eine dieser Strategien ist die Core-Satellite-Strategie.

Wollen Anleger ETF kaufen, müssen sie sich zunächst darüber im Klaren sein, welches Ziel sie mit der Investition verfolgen. Stehen ihnen gewisse Geldmittel zur Verfügung, die nicht anderweitig gebraucht werden und diese sollen kurzfristig durch eine Anlage Gewinn erzielen, bieten sich in dem Fall Geldmarkt-ETFs an oder Renten-ETFs mit kurzlaufenden Staatsanleihen. Der Vorteil bei dieser Variante gegenüber dem Festgeld ist die Tatsache, dass keine Laufzeit festgelegt ist, was dem Anleger die Rückgabe zu jeder Zeit ermöglicht. Auf der einen Seite bieten Geldmarkt-ETFs Liquidität und Kursstabilität, auf der anderen Seite sind die Renditen eher geringer.

Sind Anleger statt an einer kurzfristigen an einer langfristigen Anlage interessiert, um beispielsweise eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, kommt es auf die Risikobereitschaft der Anleger an, die sie beim ETF kaufen berücksichtigen müssen. In Zusammenhang mit dieser können Anleger zwischen drei grundlegenden Portfolios wählen. Das erste Portfolio ist für konservative Anleger ausgelegt und beinhaltet somit sehr sichere Anlagen. Da die Sicherheit hier an erster Stelle steht, fallen die Renditechancen recht gering. Wollen konservative Anleger ETF kaufen, sollten sie sich dabei zu 80 Prozent auf Renten-ETFs verlassen, bei denen die Investition in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit hoher Bonität fließen. Für die übrigen 20 Prozent empfehlen Experten Aktien-ETFs, die für Renditechancen garantieren sollen. Wer auf konservative Portfolios setzt, geht geringere Risiken ein, hat dadurch aber auch geringere Chancen auf Gewinne.

Eine zweite Portfolio-Variante zielt auf ausgewogene Anleger ab. Diese wollen durch ihre Investition höhere Renditen erzielen und wagen es deshalb auch, größere Risiken einzugehen. Aus dem Grund empfehlen Experten diesen Anlegern, wenn sie ETF kaufen wollen, sich zu 50 Prozent auf sichere und zu 50 Prozent auf riskante Anlagen zu stützen. Sichere Varianten stellen dabei Rentenindexfonds solider Staaten und Unternehmen dar, während dagegen deutsche, europäische. US-amerikanische und weltweite Aktien eine risikoreichere Investition darstellen.

Sind Anleger dagegen bereit Risiken einzugehen, weil sie auf hohe Renditechancen aus sind, sollten sie sich an ein Portfolio für risikofreudige Anleger halten. Diese beinhalten kaum Renten-ETFs, während Aktien-ETFs mit rund 80 Prozent den Großteil eines solchen Portfolios bilden. Dabei werden die klassischen Indextracker der Industriestaaten sowie ebenfalls ETFs mit Aktien aus Schwellenländern verwendet. Sind Anleger besonders stark geneigt Risiken einzugehen, kommen für sie auch Aktienindizes aus einzelnen Ländern wie Vietnam oder Bangladesch in Frage. Anleger, die ETF kaufen wollen und bereits einiges an Vorwissen in dem Bereich mitbringen, können sich auch auf Short-ETFs oder gehebelte ETFs konzentrieren.

ETF kaufen 2019: Core-Satellite-Strategie

Die sogenannte CoreSatelliteStrategie, im Deutschen Kern-Satelliten-Strategie genannt, verbindet sichere und riskante Investitionen miteinander. Den „Core“, also den größten Anteil der Investition, stellen dabei sichere Anlagen dar, die langfristig orientiert sind und sich auf eine große Bandbreite an verschiedenen Märkten und Bereichen konzentrieren. Den anderen Teil, den „Satellite“, machen die unsicheren Investitionen aus. Hier liegt das Risiko deutlich höher, die Chance auf Renditen jedoch ebenfalls. Diese Investitionen sind in der Regel auf eine kurze Dauer festgelegt. Hierbei soll eine sogenannte Überrendite erzielt werden, die auch als Alpha bezeichnet wird. Die Marktperformance entsprechend der Rendite ist das Ziel der sicheren Investitionen und wird als Beta bezeichnet. Die Kombination hier besteht in vielen Fällen aus passiven und aktiven Anlagen, wobei es sich bei den aktiven beispielsweise um Direktanlagen in Einzelaktien, Anleihen, Immobilien oder aktiv gemanagte Fonds handelt.

Die Core-Satellite-Strategie kann darüber hinaus auch ausschließlich aus ETFs bestehen. Auch hier kombinieren Anleger, die ETF kaufen, riskante mit sicheren ETFs, wobei der jeweilige Anteil von der Risikobereitschaft der Anleger abhängt. Auch hier ist die Empfehlung der Experten: 80 Prozent sicher, 20 Prozent riskant. Der Vorteil daran, ausschließlich ETFs zu verwenden, liegt in den geringeren Kosten und den Chancen auf schnelle Erhöhung einzelner Positionen.

Neben aktiv gemanagten Investmentfonds können Sparpläne auch mit ETFs realisiert werden. Dabei spielen die geringen Kosten der ETFs einen wichtigen Faktor, denn auf lange Sicht stellen sich die Sparpläne mit ETFs günstiger als die mit aktiv gemanagten Investmentfonds heraus. Durch die regelmäßigen Einzahlungen in den Sparplan, erzielen Anleger bei sinkenden Kursen relativ mehr Fondsanteile und bei steigenden Kursen relativ weniger Anteile.

Wer einen ETF-Sparplan verfolgen möchte, kann sich dafür bei diversen Depotbanken und Onlinebrokern melden. Hinsichtlich der Sparraten macht sich erneut der Kostenvorteil bemerkbar, denn heutzutage fallen Gebühren auf die Raten teilweise gar nicht mehr an oder nur noch sehr gering. Grundsätzlich müssen Anleger zwischen 25 Euro und 50 Euro an Mindestraten im Monat für einen ETF-Sparplan leisten.

ETF kaufen – immer auch mit Risiken verbunden

Obwohl Anleger, die ETFs kaufen, viele Vorteile geboten bekommen, sind diese Anlagemöglichkeiten nicht risikofrei. Es besteht immer das Risiko, dass der Index, der dem Fonds zugrunde liegt, eine andere Entwicklung zeigt, als im Vorfeld geplant. Auch bei Investitionen im US-Markt kann die Schwächung des Euro Verluste für die Anleger bedeuten. Die Fondsmanager können darüber hinaus nicht zu 100 Prozent gewährleisten, dass sie es schaffen, den Index vollständig nachzubilden. Schließt ein ETF, können Anlegern auch dadurch Verluste entstehen. Dies kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Im Folgenden werden die Risiken von ETFs detaillierter vorgestellt:

Marktrisiko: Das Marktrisiko beinhaltet den Anstieg oder Fall der Kurse, was dann zu Wertverlusten der Anteile, die Fonds erworben haben, führt. Dies sowohl am Aktien-, Rohstoff- und Devisenmarkt möglich. Da ETFs passiv verwaltet werden, sind diese vom abgebildeten Index abhängig, sodass den Managern nicht möglich ist, in die Geschehnisse einzugreifen. Das Verlustrisiko wird bei den ETFs jedoch dadurch begrenzt, dass die Anlagen auf vielen verschiedenen Märkten und Brachen verteilt sind, sodass Verluste auf dem einen Markt durch Gewinne auf dem anderen wieder ausgeglichen oder gemindert werden können.

Wechselkursrisiko: Dieses Risiko liegt immer dann vor, wenn in Anlagen investiert wird, die in einer anderen Währung notiert werden, jedoch mit Euro erworben werden. Entwickeln sich die Währungen nachteilig, entstehen den Anlegern Verluste, es können andersrum aber auch Gewinne zustande kommen. Bei vielen ETFs sind mittlerweile auch Währungsabsicherungen enthalten, um dem Verlustrisiko an dieser Stelle vorzubeugen.

Risiko der Abweichung: Dieses Risiko bezieht sich auf den Unterschied zwischen der täglichen Wertentwicklung des ETFs und der täglichen Wertentwicklung des abzubildenden Index. Dies wird als Tracking Error (Nachbildungsfehler) bezeichnet. Ein hoher Tracking Error bedeutet ein größerer Entwicklungsunterschied und somit einen Nachteil für den Anleger. Verwaltungsgebühren, Börsensteuern und derartiges und auch die Handelbarkeit der Wertpapiere, die dem Fonds angehören, nehmen Einfluss auf den Tracking Error.

Risiken aus Swaps: ETFs können teilweise (maximal zu 10 Prozent des Nettoinventarwerts des Sondervermögens pro Swap-Partner) swapbasiert sein, was deshalb ein Risiko darstellt, weil die sogenannten Kontrahenten (die Swap-Partner) ausfallen können. Dies ist der Grund, warum der Anteil swapbasierter ETFs stark begrenzt ist. Den ETF-Anbietern ist es selbst überlassen, ob sie diese Einschränkung noch verstärken wollen. Einige bieten zusätzliche Absicherung, indem hinterlegte Wertpapiere die ausfallenden Leistungen der Kontrahenten ausgleichen sollen.

Risiken aus Wertpapierleihgeschäften: Wertpapierleihgeschäfte bestehen darin, dass ETF-Manager Wertpapiere an institutionelle Investoren verleihen, die damit wiederum Leerverkäufe durchführen. Dabei kann einerseits ein zusätzlicher Gewinn für den Fonds entstehen, andererseits besteht wieder das Kontrahentenrisiko. Um dem Risiko vorzubeugen oder dieses zu vermindern, sichern sich die ETF-Anbieter ab, indem sie zunächst ihre Handelspartner mit Bedacht auswählen und die Besicherung der Wertpapiere mit Euro-Staatsanleihen in den meisten Fällen vornehmen.

Risiko der ETFSchließung: Erwirtschaften ETFs nicht genug, kommt es zur Schließung. Dieses Risiko müssen Anleger, wenn sie ETF kaufen, berücksichtigen. Die Anbieter sorgen jedoch dafür, dass die Anleger dadurch keine Verluste erleiden. In einem solchen Fall kaufen die Anbieter den Indexfonds entweder zum Nettoinventarwert zurück und zahlen die Anleger in bar aus, oder sie nutzen den Gewinn für weitere Investitionen.

Risiken aus neuartigen ETFs: Anleger, die ETF kaufen, laufen gerade bei neuartigen ETFs Gefahr, Verluste aufgrund fehlender Kenntnisse zu machen. Da diese ETFs ihre Investitionen in spekulative Anlagen tätigen, ist hier Hintergrundwissen notwendig.