Infografiken

Energie deutlich teurer als vor einem Jahr

Die Verbraucherpreise für Haushaltsenergie, Heizöl und Kraftstoffe haben sich seit Beginn des Jahres deutlich verteuert. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis der neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So legten die Preise für Haushaltsenergie binnen eines Jahres um 11 Prozent zu. Hierzu zählen die Preise für Strom, Gas und andere Brennstoffe. Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe stiegen im selben Zeitraum sogar um 38 Prozent. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise ohne Energie stieg dagegen lediglich um 3,8 Prozent.

Ob sich die Inflation insgesamt im kommenden Jahr wieder abschwächen wird, ist unter Experten umstritten. Laut Bundeswirtschaftsministerium ist Preisauftrieb für Produzenten und Konsumenten vor allem auf vorübergehende Sonderentwicklungen zurückzuführen: So sind binnen Jahresfrist die Rohstoffpreise zwar merklich gestiegen. Allerdings stelle ein Großteil der Preisrallye lediglich ein Aufholen zum Vorkrisenniveau dar. Zweitens seien zu Beginn des Jahres Maßnahmen des Klimapakets in Kraft getreten. Zu nennen seien hier insbesondere die Einführung der CO2-Bepreisung für die Bereiche Transport und Gebäudeheizung sowie die Anhebung der Kfz-Steuer für bestimmte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Drittens sei die Inflationsrate vom Dezember 2020 zum Januar 2021 vor allem deshalb von minus 0,3 % auf 1,0 % angestiegen, weil die vorübergehende Senkung der Umsatzsteuersätze gelaufen sei. Viele Zentralbanken beurteilen die Lage ähnlich und heben ihre Leitzinsen nicht an, wie diese Statista-Grafik zeigt. Zentralbanken haben die geldpolitischen Mittel in der Hand, um bei einer Inflation gegenzusteuern: Sie könnten die Geldflut beenden, die Leitzinsen erhöhen und damit Kreditnachfrage und Geldschöpfung verringern.

Die Preisentwicklung zeigt grundsätzlich die Veränderung des Betrags, der für den Erwerb von Waren und Dienstleistungen investiert werden muss. Daten zur Preisentwicklung in Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt. Wichtigster Gradmesser für die Entwicklung der Verbraucherpreise ist die Inflationsrate in Deutschland. Diese bezeichnet die Geldentwertung, die durch ein beständiges Ansteigen des Preisniveaus für Endprodukte (Konsumgüter, Investitionsgüter) gekennzeichnet ist. Die Berechnung der Inflation basiert auf der Preisentwicklung eines definierten Warenkorbs aus unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Besonders wichtig aus Verbrauchersicht ist die Preisentwicklung bei Energie und Rohstoffen, die wiederum einen großen Einfluss der Preise von Konsumgütern sowie Lebensmitteln hat.