Eheähnliche Lebensgemeinschaft


Eheähnliche Lebensgemeinschaften und Lebenspartnern werden wesentlich weniger Steuervorteile gewährt, als es bei Ehepartnern der Fall ist.



Bezüglich des Steuerrechts werden Unterschiede gemacht zwischen ehelichen und eheähnlichen Lebensgemeinschaften, wobei eheähnliche Lebenspartner in der Regel benachteiligt werden.

Liegen Unterschiede bezüglich des Einkommens von Ehepartnern vor, dann kommt es zu Steuervorteilen. Darüber hinaus ist der weniger wohlhabende Partner insoweit abgesichert, als dass diesem auch nach der Scheidung oder Trennung vom wohlhabenderen Partner Unterhaltszahlungen geleistet werden müssen. Diese Unterhaltspflicht ist bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften nicht vorhanden.

Bezüglich der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern wird zwischen ehelichen und eheähnlichen Lebensgemeinschaften keine Unterscheidung vorgenommen. Was das Vererben und Verschenken angeht, so stehen Ehepartner steuerlich deutlich besser da als Lebenspartner, denn diese müssen deutlich höhere Steuern für ein Erbe leisten.

Während Lebenspartner nicht von der Grunderwerbsteuer befreit werden können, ist unter gewissen Voraussetzungen dies bei Ehepartnern durchaus möglich.
Auch die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ist bei Lebenspartnern deutlich schwieriger als bei Ehepartnern. Vorteile bestehen allerdings für eheähnliche Lebenspartner bezogen auf die Anerkennung von schuldrechtlichen Verträgen. Im Gegensatz zu Ehepartnern müssen die Verträge bei ihnen nicht nach einem Fremdvergleich aufgesetzt werden.