Betriebsrente Steuern


Verschiedene Faktoren machen Betriebsrente Steuern 2019 attraktiv


Ein größeres lohnsteuerfreies Dotierungsvolumen, eine neue Förderung für Geringverdiener und neue Freibeträge für die Grundsicherung im Alter wurden durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz im Jahr 2019 eingeführt und haben dadurch ein positiveres Licht auf die betriebliche Altersvorsorge geworfen. Vorteile der Betriebsrente Steuern 2019 ergeben sich für die Arbeitnehmer indem die Beiträge zur Direktzusage und Unterstützungskasse nicht versteuert werden müssen.

Hinsichtlich der Betriebsrente Steuern gilt die gleiche Steuerfreiheit auch für die Beiträge, die Arbeitnehmer an Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds leisten. Auch wenn der Arbeitgeber an dieser Stelle für die Beiträge aufkommt, bleibt die Steuerfreiheit erhalten. Beschränkt sind die steuerfreien Beiträge auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies macht im Jahr 2019 einen Betrag von maximal 6.240 Euro aus. Weitere Steuervorteile sind durch die Riester-Förderung durch Zulagen oder Sonderausgabenabzüge möglich. Als Zulagen werden einerseits die Grundzulage in Höhe von 175 Euro gewährt, sowie außerdem eine Kinderzulage über 185 Euro pro Kind, für das ebenfalls Kindergeld erhalten wird.

Die Kinderzulage erhöht sich auf 300 Euro pro Kind, wenn sie erst ab dem Jahr 2008 geboren wurden. An dieser Stelle muss beachtet werden, dass die Voraussetzung für die gesamte Zulage die Einzahlung von mindestens vier Prozent des beitragspflichtigen persönlichen Vorjahreseinkommens ist. Das Finanzamt kontrolliert im Rahmen der Einkommensteuererklärung, welche der beiden Varianten, Zulagen oder Sonderausgabenabzug, einen größeren Vorteil für die Arbeitnehmer bringt. Wirkt sich der Sonderausgabenabzug vorteilhafter aus, gewährt das Finanzamt die Steuerermäßigung, die die Zulagen übersteigt. Dabei ist der Sonderausgabenabzug bei den Beiträgen zur Altersvorsorge auf 2.100 Euro beschränkt.

Ebenfalls im Jahr 2019 eingeführt wurde der BAV-Förderbetrag, der Arbeitnehmern mit geringerem Einkommen die Möglichkeit auf eine betriebliche Altersvorsorge liefern soll. Dies funktioniert, indem der Arbeitgeber zwischen 240 und 480 Euro jährlich an Beiträgen an eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds zahlt, wenn der Arbeitnehmer ein Einkommen bis zu 2.200 Euro monatlich erhält. Die Beiträge sind für die Arbeitnehmer unter diesen Voraussetzungen steuerfrei. Dem Arbeitgeber wird in dem Zug ermöglicht, dass er 30 Prozent der Beträge von der Lohnsteuer abziehen kann. Die Aufwendungen, die ihm entstehen, kann der Arbeitgeber als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

Insgesamt ergibt sich im Jahr 2019 für Arbeitnehmer dadurch die Möglichkeit steuerfreie Beiträge in Höhe von 6.240 Euro für die betriebliche Altersvorsorge zu leisten. Die Riester-Förderung kann darüber hinaus für nochmals 2.100 Euro eingesetzt werden. Dem Arbeitgeber ist es möglich, steuerfreie Beiträge in Höhe von 240 bis 480 Euro zu zahlen, die den Arbeitnehmern mit geringem Einkommen zugute kommen.

Die Steuerfreiheit der Beiträge, die während der Arbeitszeit in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden, sorgt im Nachhinein dafür, dass bei dem Bezug der Leistungen im Rentenalter, die Zahlungen aus der Betriebsrente versteuert werden müssen. Auch wenn auf die Beiträge eine steuerliche Förderung angewandt wurde, muss die Besteuerung im Nachhinein stattfinden. Diese nachträgliche Besteuerung hat zum Vorteil, dass der persönliche Steuersatz im Alter niedriger ausfällt, als es während der Arbeitszeit der Fall ist.

Hinsichtlich der Sozialabgaben müssen weder für die Beiträge, die der Arbeitgeber für eine Direktzusage oder eine Unterstützungskasse zahlt, noch für die Beiträge durch Entgeltumwandlungen der Gehälter der Arbeitnehmer bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze Sozialversicherungsbeiträge geleistet werden. Kommt es über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung zur betrieblichen Altersvorsorge, müssen bis zu der Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialversicherungsabgaben geleistet werden. Ob die Beiträge durch den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer zustande gekommen sind, ist dabei nicht von Bedeutung.

Auch hinsichtlich der Sozialabgaben verhält es sich wie bei den Steuern: Während zuvor keine Steuern oder Sozialversicherungsabgaben geleistet werden müssen, wird dies im Alter nachgeholt. Somit müssen Rentner für die Leistungen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, egal über welchen Durchführungsweg die betriebliche Altersvorsorge aufgebaut wurde. Die einzige Ausnahme an der Stelle sind die Riester-geförderten Leistungen.