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Berufsbildungsbericht 2024

Ausbildungsmarkt zeigt Zeichen der Erholung trotz unbesetzter Stellen

Finanzleser.de Nachrichten

Der Berufsbildungsbericht 2024 zeigt eine langsame Erholung des Ausbildungsmarktes in Deutschland. Im Jahr 2023 begannen etwa 489.200 junge Menschen eine Ausbildung, ein Anstieg um 3% gegenüber dem Vorjahr, allerdings immer noch 6,9% unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Sowohl die Nachfrage nach dualer Berufsausbildung als auch das Angebot an Ausbildungsstellen sind gestiegen, was darauf hindeutet, dass sich die Marktlage für junge Menschen verbessert hat.

Trotz dieser positiven Entwicklungen erreichte die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze mit rund 73.400 einen neuen Höchststand, was 13,4% des gesamten betrieblichen Angebots entspricht. Gleichzeitig blieben etwa 63.700 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, was zeigt, dass es weiterhin Herausforderungen gibt, Angebote und Nachfragen effektiv zusammenzuführen.

Der Bericht unterstreicht auch regionale und branchenspezifische Unterschiede in der Nachfrage und Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen. Besonders beliebt sind Stellen in technischen und kreativen Berufen, während andere Bereiche wie Lebensmittelverarbeitung und Baugewerbe weniger Nachfrage erfahren.

Zur Unterstützung des Ausbildungsmarktes hat die Bundesregierung verschiedene Initiativen gestartet, darunter die Ausbildungsgarantie und die „Exzellenzinitiative Berufliche Bildung“, welche die berufliche Bildung attraktiver machen und den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern sollen.