Berufsausbildung 2018


Berufsausbildung 2018 und steuerliche Absetzung von Aufwendungen für Ausbildung, Fort- und Weiterbildung



Für den steuerlichen Abzug von Aufwendungen, die durch eine Berufsausbildung 2018 entstehen, muss zwischen Ausbildungskosten und Fort- bzw. Weiterbildungskosten unterschieden werden. Da es sich bei den Ausbildungskosten um Aufwendungen der privaten Lebensführung handelt, sind diese nur in Form von Sonderausgaben in der Steuererklärung anzugeben.

Anders ist es bei Fort- bzw. Weiterbildungskosten. Diese können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Fortbildungskosten können vom Arbeitgeber als Betriebsausgaben abgesetzt werden, wenn dieser für die Kosten aufkommt.

Der Unterschied zwischen einer Berufsausbildung und einer Fort- bzw. Weiterbildung liegt im Wissensstand der daran teilnehmenden Personen. Somit haben Personen, die eine Berufsausbildung machen, noch keine Kenntnisse und Fertigkeiten in dem Berufsfeld, in dem sie nach der Ausbildung einmal tätig sein wollen. Diese werden ihnen erst während der Ausbildung vermittelt. Sind Kenntnisse bereits vorhanden und es wurde in dem Beruf bereits gearbeitet, handelte es sich bei weiteren Lehrgängen für die höhere Qualifikation im Beruf um Fort- bzw. Weiterbildungen, denn der bereits vorhandene Wissensstand, die Kenntnisse und Fertigkeiten werden nicht neu erlernt sondern erweitert, erneuert oder aktualisiert.

Im Fall einer ersten Berufsausbildung oder eines Erststudiums können die Aufwendungen nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgesetzt werden. Dafür ist jedoch die steuerliche Berücksichtigung in Form von Sonderausgaben möglich, bei denen es sich um maximal 6.000 Euro im Kalenderjahr handelt. Um Betriebsausgaben oder Werbungskosten handelt es sich bei den Aufwendungen dagegen dann, wenn die Bildungsmaßnahmen durch ein Dienstverhältnis, wie ein Ausbildungsdienstverhältnis, zustande kommen.

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Wurde bereits eine Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen und daraufhin wird ein Zweitstudium absolviert, sind die dabei anfallenden Kosten ebenfalls als Werbungskosten absetzbar. Auch bei einer berufsbedingten Fortbildung ist diese Möglichkeit des Werbungskostenabzugs gegeben. Dafür muss allerdings gewährleistet werden, dass die beruflichen Chancen des Arbeitnehmers durch die Teilnahme an der Fortbildung verbessert werden.

Absetzbare Aufwendungen einer Berufsausbildung

Bei den Aufwendungen, die abgesetzt werden können, handelt es sich unter anderem um die folgenden: Lehrgangs-, Schul- oder Studiengebühren, Arbeitsmittel, Fachliteratur, Fahrtkosten für Wege zwischen der Wohnung und der Ausbildungsstätte, Mehraufwendungen für Verpflegung, Mehraufwendungen für auswärtige Unterbringung. Der letzte Punkt der Mehraufwendungen für eine auswärtige Unterbringung kann auch ohne den Nachweis einer doppelten Haushaltsführung steuerlich abgesetzt werden.

Voraussetzungen, unter denen es sich um eine Erstausbildung handelt.

  • Die Dauer der Berufsausbildung muss festgelegt sein und darf mindestens 18 Monate umfassen, wenn es sich bei der Ausbildung um eine Vollzeittätigkeit handelt. Damit die Vollzeit erfüllt wird, muss in der Woche mindestens 20 Stunden im Rahmen der Ausbildung gearbeitet werden.
  • Abgesehen von staatlich anerkannten und staatlich geregelten Ausbildungen gelten auch jene als Erstausbildung, die durch die Richtlinien von Berufs- oder Wirtschaftsverbänden oder durch interne Vorschriften der Bildungsträger geregelt sind. Darüber hinaus muss als Ziel der Berufsausbildung die Vermittlung der Fähigkeiten zu erkennen sein, die für die Ausübung des späteren Berufs notwendig sind.
  • Auch die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Ausübung des Berufs müssen in der Ausbildung vermittelt werden.
  • Der Beginn und das Ende der Ausbildung müssen festgelegt sein sowie auch die Ausbildungsziele. Dies wird mittels eines festen Lehrplans erreicht, in dem die jeweiligen Lerninhalte während der Ausbildung im Vorfeld geplant sind und im Verlauf Anwendung finden. Des Weiteren ist für den Status einer erstmaligen Berufsausbildung auch der Abschluss dieser unumgänglich. Damit eine Ausbildung als abgeschlossen angesehen wird, muss entweder am Ende eine Abschlussprüfung erfolgen oder die Beendigung muss planmäßig erfolgen. Somit kann eine abgebrochene Berufsausbildung nicht als abgeschlossene, erstmalige Berufsausbildung gewertet werden.