Bahnverspätung und Bahnausfall


Bahnverspätung und Bahnausfälle 2019 müssen kommuniziert werden



In der gesetzlichen Pflicht der Eisenbahnunternehmen liegt die ausführliche Information der Fahrgäste, die sich auf die kürzesten und preisgünstigsten Verbindungen, Bahnverspätung 2019 oder Bahnausfall, allgemeine Beförderungsbedingungen, die Mitnahme von Fahrrädern oder die Mobilität von eingeschränkten Personen bezieht. Diese Informationen müssen auch für Hör- und Sehbehinderte zugänglich sein.

Werden Informationen während der Fahrt übermittelt, handelt es sich dabei um eine Bahnverspätung und deren Dauer, wichtige Anschlusszüge oder Serviceleistungen im Zug. Da im Nahverkehr die Informationsübermittlung in dem Ausmaß wie im Fernverkehr zu aufwendig wäre, werden die Informationen an dieser Stelle gekürzt, sodass beispielsweise Anschlussverbindungen nicht erwähnt werden.

Sowohl für den Fern– als auch für den Nahverkehr gilt, dass Fahrgäste für eine Bahnverspätung oder einen Bahnausfall geldlich entschädigt werden, wenn diese Vorkommnisse eine außerordentliche Verspätung mit sich bringen. Die Summen sind je nach Ausmaß der Verspätung geregelt:

  • 25% des Fahrpreises, wenn der Zielort über 60 Minuten später erreicht wird.
  • 50% des Fahrpreises, wenn der Zielort über 120 Minuten später erreicht wird.
  • Ist dies vom Fahrgast so gewollt, muss er die Erstattung in bar erhalten.
  • Die Unterkunft in einem Hotel wird von dem Eisenbahnunternehmen übernommen, wenn durch eine Verspätung über 60 Minuten eine Übernachtung notwendig wird.

Von den genannten Regelungen gibt es Ausnahmen, wie beispielsweise im Fall von Zeitfahrkarten wie der Bahncard 100, bei der dann eine Entschädigung im angemessenen Rahmen gezahlt wird. Liegt der Fahrpreis unterhalb von 4 Euro, so entfällt die Pflicht des Unternehmens, eine Erstattung vorzunehmen. Fahrgäste haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Fahrt gar nicht erst anzutreten, wenn bereits im Vorfeld klar ist, dass die Verspätung länger als 60 Minuten betragen wird. In dem Fall haben sie die Wahl zwischen der Erstattung des Fahrpreises oder der Nutzung der Fahrkarte zu einem anderen Zeitpunkt.

Da der Nahverkehr darauf abzielt, den Fahrgästen einen möglichst schnellen Transport von einem Ort zum anderen zu ermöglichen, liegen die folgenden Rechte vor, sollte eine Bahnverspätung oder ein Bahnausfall vorkommen:

  • Beträgt die Verspätung mindestens 20 Minuten, werden abgesehen von Zügen mit Reservierungspflicht (ICE) alle weiteren Züge, auch des Fernverkehrs, nutzbar.
  • Beträgt die Verspätung mindestens 60 Minuten und es handelt sich um eine Nachtfahrt, dürfen alle weiteren Verkehrsmittel bis zum Zielbahnhof genutzt werden. Ein Taxi kommt jedoch nur dann in Frage, wenn keine günstigeren Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Die Erstattung liegt hier bei maximal 80 Euro. Um eine Nachtfahrt handelt es sich, wenn die Fahrt zwischen 0:00 und 5:00 Uhr stattfindet.
  • Betrifft die Verspätung den letzten Zug des Tages und kein anderes Verkehrsmittel bringt den Fahrgast vor 24:00 Uhr an seinen Zielort, gelten die gleichen Rechte wie im Fall einer Nachtfahrt.

Kommt es zu Personenschäden oder sogar Todesfällen durch den Eisenbahnverkehr, steht das Eisenbahnunternehmen in der Schadensersatzpflicht und muss einen Vorschuss an die geschädigte Person oder an die Angehörigen der verstorbenen Person leisten. Dieser beläuft sich im Todesfall auf 21.000 Euro.

Schlichtung von Bahnverspätung und Bahnausfall 2019

Sogenannte Beschwerdestellen stehen für Beschwerden über den Eisenbahnverkehr zur Verfügung. Auf diese müssen Fahrgäste deutlich aufmerksam gemacht werden. Legen Fahrgäste Beschwerde ein, haben die Beschwerdestellen einen Monat Zeit, auf diese zu reagieren und den Fahrgast darüber informieren, falls diese Frist aus triftigen Gründen nicht eingehalten werden kann. Maximal haben die Stellen jedoch drei Monate für die Beantwortung der Beschwerden Zeit. Schlichtungsstellen sind ebenfalls dafür da, dem Fahrgast bei einer Beschwerde entgegen zu kommen. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn die Eisenbahnunternehmen nicht auf die Fahrgäste eingegangen sind.

Sollten Sie in die Situation kommen, dass Ihr Zug ausfällt oder sich verspätet, wenden Sie sich an das Eisenbahnunternehmen und legen Sie das Ticket der betroffenen Fahrt bei. Sie sollten auch eine Bestätigung über das Vorkommnis beifügen. Wünschen Sie eine Erstattung in geldlicher Form, muss das Eisenbahnunternehmen diesem Wunsch innerhalb eines Monats nachkommen. Alternativ zu einer Geldsumme können auch Gutscheine oder anderweitige Leistungen als Entschädigung in Frage kommen.