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Ausbildungsmarkt leidet weiter unter Pandemie

Ausbildungsmarkt leidet weiter unter Pandemie

Der Ausbildungsmarkt ist weiterhin stark von den Einschränkungen durch die Pandemie-Maßnahmen betroffen. Im Beratungsjahr 2020/21 ist die Zahl an gemeldeten Ausbildungsstellen und vor allem die der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal deutlich zurückgegangen. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Bis Mai 2021 waren 447.900 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich der bereits im Vorjahreszeitraum begonnene Rückgang (im Mai 2020 -9 Prozent) auch in diesem Berichtsjahr fort. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber unterschreitet mit 366.700 den Vorjahresstand um 8 Prozent, nachdem bereits im Mai 2020 ein Rückgang von 9 Prozent zu beobachten war. Allerdings müsse Laut BA bei einer Einordnung der Zahlen auch berücksichtigt werden, dass in den Vor-Corona-Jahren die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ein hohes Niveau erreicht hatte und 2018/19 sogar die höchste Stellenzahl seit 2001/02 zu verzeichnen war.

Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen betrug im Mai 2021, genau wie im Vor-Corona-Mai 2019, 52 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres waren noch 54 Prozent der gemeldeten Berufsausbildungsstellen zu vermitteln. 176.500 Bewerberinnen und Bewerber waren im Mai 2021 noch unversorgt, 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil unversorgter an allen gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern fiel mit 48 Prozent leicht niedriger aus als im letzten Berichtsjahr (49 Prozent), aber merklich höher als im letzten Berichtsjahr vor der Corona-Pandemie (46 Prozent). Ein Grund für den aktuell höheren Anteil sind laut BA verzögerte Einstellungsprozesse.