Altersvorsorgebeiträge 2018


Altersvorsorgebeiträge 2018 können anhand eines zusätzlichen Sonderausgabenabzugs steuerlich abgesetzt werden.



Es kommt bereits für Vorsorgeaufwendungen zu einem Sonderausgabenabzug. Zusätzlich wird ein weiterer Sonderausgabenabzug gestattet, der sich auf die Altersvorsorgebeiträge 2018 bezieht. Seit dem Veranlagungszeitraum 2008 ist dieser zusätzliche Sonderausgabenabzug auf 2.100 Euro beschränkt. In diesem Bereich können Steuerpflichtige die geleisteten Altersvorsorgebeiträge und die Altersvorsorgezulage als Sonderausgaben geltend machen.

Dabei wird jedoch der einmalige Erhöhungsbetrag von 200 Euro nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Höhe des individuellen Einkommens hat auf den Höchstbetrag keinerlei Auswirkungen. Darüber hinaus wird von den gleichen Voraussetzungen hinsichtlich des begünstigten Personenkreises und der begünstigten Altersvorsorgebeiträge ausgegangen, wie es auch bei der Altersvorsorgezulage der Fall ist. Damit Steuerpflichtige auch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug für sich nutzen können, müssen sie in ihrem Vertrag mit dem Anbieter der Altersvorsorge vereinbart haben, dass der Steuerpflichtige für eine Datenfernübertragung der Altersvorsorgebeiträge an die Finanzverwaltung sorgt. Steuerpflichtige brauchen die Anlage AV der Steuererklärung für die Geltendmachung des Sonderausgabenabzugs.

Altersvorsorgebeiträge und Günstigerprüfung

Nehmen Steuerpflichtige den zusätzlichen Sonderausgabenabzug für die Altersvorsorgebeiträge in Anspruch, kommt es zunächst zur Günstigerprüfung durch das Finanzamt um zu sehen, wann ein größerer Steuervorteil zustande kommen würde: durch den Sonderausgabenabzug oder den Anspruch auf Altersvorsorgezulage. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Sonderausgabenabzug besser ist, ist das auch die einzige Möglichkeit, um diesen gewährt zu bekommen.

Außerdem kommt es in dem Fall zur tariflichen Erhöhung der Einkommensteuer um den Anspruch auf Zulage. Das gleiche Vorgehen findet auch bei dem Familienleistungsausgleich statt, bei dem Kindergeld und Kinderfreibetrag miteinander verglichen werden. Im Endeffekt ergibt sich dadurch für den Steuerpflichtigen nur die Steuerermäßigung, die den Zulagenanspruch überschreitet. Nur ein Antrag bei der Zulagenstelle für Altersvermögen auf die Altersvorsorgezulage führt für den Steuerpflichtigen zur vollen steuerlichen Berücksichtigung.

Steuerratgeber 2017

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Altersvorsorgebeiträge bei Zusammenveranlagung

Ehepartner und eingetragene Lebenspartner haben die Möglichkeit, jeder separat seine Altersvorsorgebeiträge anhand der Höchstbeträge im Sonderausgabenabzug geltend zu machen, wenn beide als unmittelbar begünstigte Personen gelten. In dem Fall ist es aber nicht möglich, Übertragungen von übrigem Abzugsvolumen untereinander vorzunehmen. Im Rahmen der Günstigerprüfung kommt es zum Vergleich der Zulagen für beide Partner und die gesamten Steuervorteile durch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug.

Die Situation ist allerdings anders, wenn nur ein Partner als unmittelbar begünstigte Person gilt, denn in dem Fall kommt es für diesen nicht separat zur Nutzung des Sonderausgabenhöchstbetrags. Lediglich ein abgeleiteter Zulagenanspruch besteht. Sollte der Partner ohne Begünstigung Altersvorsorgebeiträge geleistet haben, können diese nur in der Höhe abgesetzt werden, die beim begünstigten Partner noch offen ist. Im Rahmen der Günstigerprüfung kommt es auch in diesem Fall zum Vergleich der Zulagen für beide Partner und die gesamten Steuervorteile durch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug.