Aktien


Aktien 2018 als Beteiligung am Grundkapital und schließlich der wirtschaftlichen Entwicklung einer Aktiengesellschaft.



Durch Aktien 2018 erwirbt ein Aktionär die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen. Er beteiligt sich damit an dessen Grundkapital. Das Unternehmen muss dafür als Aktiengesellschaft (AG) eingetragen sein. Ziel einer Aktiengesellschaft ist es normalerweise, durch die Ausgabe von Aktien die Finanzierung neuer Investitionen zu ermöglichen.

Der Anleger investiert also einen Anlagebetrag in die Aktiengesellschaft. Dieser Betrag steht dem Unternehmen dann dauerhaft zur Verfügung, es erfolgt also keine Rückzahlung. Ein Aktionär hat dadurch Anteil an allen wirtschaftlichen Entwicklungen der AG. Bei fallendem Unternehmenswert kommt er für den Schaden bis zur Höhe seines eigenen Anlagebetrages auf. Wenn das Unternehmen insolvent wird, verliert die Aktie sogar jeglichen Wert und der Aktionär bekommt kein Geld zurück. Steigt der Unternehmenswert jedoch, so gehen gegebenenfalls Auszahlungen des Unternehmens an die Aktionäre. Diese Auszahlungen nennt man Dividenden. Außerdem ist in letzterem Fall gegebenenfalls ein hoher Verkaufswert zu erzielen.

Einflussfaktoren auf den Aktienwert sind:

  • Gewinne des Unternehmens
  • Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung: positive Aussichten steigern den Wert der Aktie und sorgen für einen höheren Verkaufswert und andersherum
  • Die gesamtwirtschaftliche Situation
  • Die politische Lage

Dabei sind die einzelnen Faktoren nicht individuell, sondern stets in Kombination zu sehen.

Daher ist eine Aktie eine Anlage für risikofreudigere Anleger, die durch eine unternehmerische Beteiligung einen Anteil am Unternehmen erwerben wollen. Um nicht zu stark vom eventuellen Verlust durch eine Aktie betroffen zu sein, sollte man sein Geld und das damit verbundene Risiko verteilen.

Es ist zu berücksichtigen, dass beim Kauf, der Verwaltung und dem Verkauf einer Aktie Gebühren anfallen. Darüber hinaus fallen Steuern für jegliche Gewinne aus Aktien – also Dividenden oder Gewinne beim Verkauf – an.

Eine Aktie kaufen

Die Kosten für eine Aktie belaufen sich auf den Aktienpreis und die dazugehörigen Nebenkosten für Gebühren und Spesen. Um überhaupt eine Aktie kaufen zu können, muss ein Privatanleger ein Depotkonto anlegen. Dieses dient anschließend zum Kauf, Verkauf und zur Verwaltung der Aktie. Für ein Depotkonto fallen in der Regel zusätzlich Kosten an, die man vor der Eröffnung eines solchen bei verschiedenen Anbietern vergleichen sollte.

Eine Aktie verkaufen

Wird eine Aktie an der Börse gehandelt, so ist deren Verkauf dort möglich. Voraussetzung für den Verkauf ist natürlich ein Käufer. Solche finden sich problemlos bei größeren Aktien. Im DAX werden z.B. die 30 größten und umsatzstärksten Aktien vereint, für die es reichlich Käufer geben sollte. Bei selten gehandelten Aktien oder bei Aktiengeschäften außerhalb der Börse kann es schwieriger sein, Käufer zu finden. In jedem Fall sollte man sich das Preisverzeichnis ansehen, um die Kosten für Verkauf der Aktie herauszufinden. Wichtig ist die Rendite, die im Gegensatz zu den Kosten nicht sicher ist.

Vertriebswege und Anbieter

Aktien werden von Sparkassen, Banken und Finanzdienstleistern verkauft. Dies findet normalerweise in schriftlicher Form oder durch Telefon, Fax und Internet statt, außer bei Direktbanken, wo es ausschließlich online abläuft. Das jeweilige Institut, welches die Aktie verkauft, muss Sie im Falle einer persönlichen Beratung durch ein Produktinformationsblatt über die Aktie und das Unternehmen informieren. Obligatorisch ist außerdem ein Beratungsprotokoll. Hinzu kommt ein von der BaFin überprüftes Wertpapierprospekt, welches für öffentlich oder an einem organisierten Markt angebotene Aktien Pflicht ist. Die Überprüfung des Prospekts von der BaFin beschränkt sich auf Kohärenzuntersuchung, nicht aber auf Seriosität oder Inhalt. Abgesehen davon gibt es Informationen im Internet.

Aufsicht über Aktienhandel, Aktienvertrieb und Aktiengesellschaften

Anlageberater oder Honorar-Anlageberater bei Banken und Finanzdienstleistungsinstituten müssen bei der BaFin gemeldet werden. Die Institutsaufsicht ist hierbei für die Überwachung der Berater zuständig. Die zuständigen Börsenaufsichtsbehörden kontrollieren außerdem die ordnungsgemäße Abwicklung von Börsengeschäften.

Die Aufsicht über die einzelnen Aktiengesellschaften fällt unter die Pflicht der jeweiligen Sektoren. Banken oder Finanzdienstleister, die als Aktiengesellschaft eingetragen sind, werden beispielsweise von der BaFin überprüft, während die Bundesnetzagentur Aktiengesellschaften für Telekommunikationsdienstleistungen kontrolliert.