Aktien 2018


Auch 2018 müssen auf Aktien-Dividenden Steuern gezahlt werden. Was passiert bei Aktienoptionen und Aktienanleihen.



Eine Aktiengesellschaft stellt Anteile an ihr zur Verfügung bei denen es sich um verbriefte Aktien 2018 handelt. Durch den Besitz dieser Aktien, also der Anteile, erhalten die Aktienbesitzer auch einen Anteil am Gewinn, sogenannte Dividenden, wenn die Aktiengesellschaft solche erzielt.

Ist der Aktienbesitzer eine Privatperson, dann gelten die Dividenden als Einkünfte aus Kapitalvermögen, wogegen bei Unternehmen die Dividenden als Betriebseinnahmen gelten und somit die Einkünfte aus Gewerbebetrieb erhöhen.

Seit dem Jahr 2009 wird die Versteuerung der Dividenden folgendermaßen: Je nach dem, ob die Dividenden an Privatpersonen oder Unternehmen gehen, werden diese Einkünfte unterschiedlich versteuert. Im Fall von Privatpersonen fällt die Abgeltungsteuer an, während bei Unternehmen, die betriebliche Einkünfte erzielen, diese in die Kategorie des Teileinkünfteverfahrens fallen. Dabei müssen 60% der Dividenden versteuert werden und zusätzlich müssen Einkommensteuern gezahlt werden. Auch bei der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften wird das Teileinkünfteverfahren angewendet. Finanzanlagen in Form von Aktien, bei denen eine dauerhafte Wertminderung erfolgt, können in Teilwerten abgeschrieben werden.

Rechtslage für Aktien vor 2009

Vor dem Jahr 2009 mussten für Dividenden ohne Freistellungsauftrag Kapitalertragssteuern gezahlt werden. Da es sich bei dieser Steuer um eine Abzugsteuer handelt, fällt diese bereits unabhängig von der Einkommensteuererklärung an. Kommt es dann zur Veranlagung zur Einkommensteuer, werden die bereits an das Finanzamt geleisteten Kapitalertragsteuern berücksichtigt.

Darüber hinaus galt bis 2009 für Dividenden das Halbeinkünfteverfahren, wodurch direkt bei der Ausschüttung der Dividenden 25% an Körperschaftssteuer anfielen. Allerdings musste dann auch nur noch die Hälfte der Dividende versteuert werden, solange der Freistellungsbetrag nicht überschritten wurde. War dies der Fall, forderte das Finanzamt 20% Kapitalertragsteuer auf die Hälfte der Dividenden.

Unter dem Fifo-Prinzip versteht man, dass zuerst gekaufte Aktien auch zuerst verkaufte sind. Dieses Prinzip wird angewendet, wenn ein Unternehmen in einem Depot mehrere Aktien besitzt, welche zu verschiedenen Zeitpunkten gekauft wurden.

Steuerfreibeträge 2018

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2018. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Was passiert bei Aktienoptionen?

Bestehen Aktienoptionen dann bedeutet das, dass Aktien zu einem bestimmten Übernahmepreis gekauft werden können. In Unternehmen kommt es vor, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern Aktienoptionen auf die Aktien des eigenen Unternehmens gewähren, um dadurch den Arbeitslohn zu gewährleisten. Dieses Vorgehen wird als Motivationsstrategie angesehen, um den Unternehmenswert in der Zukunft zu steigern.

Bei diesem Vorgehen gibt es einen Unterschied zwischen nicht handelbaren und handelbaren Aktienoptionen. Sollten Arbeitnehmer durch nicht handelbare Optionen Gewinne in Form geldwerter Vorteile erzielen, gelten diese als Arbeitslohn und müssen somit auch um die Lohnsteuer vermindert werden. Sobald der Kurswert der Aktie über deren Kaufpreis hinaus geht, entsteht ein Gewinn. Werden nicht handelbare Optionen eingelöst, kommt es zur Besteuerung und damit auch bei verbilligten Aktienbezügen. Die Besteuerung entfällt bei der Einräumung der Option durch den Arbeitgeber. Im Gegensatz dazu kommt es zur Erhöhung des Arbeitslohns durch den Gewinn während der Optionsgewährung wenn es sich um handelbare Optionen handelt.

Wird die Ausbuchung aus dem Depot des Unternehmens vorgenommen, dann ist dies gleichzeitig auch der Zuflusszeitpunkt des geldwerten Vorteils, der durch eine angewandte Aktienoption erreicht wurde. Die Entwicklung des Kurses nach unten oder oben zwischen der Otpionsausübung und der Ausbuchung aus dem Depot ist dafür nicht von Bedeutung.

Was passiert bei Aktienanleihen?

Bei Aktienanleihen besteht im Nachhinein die Möglichkeit, sich zwischen der vollständigen Rückzahlung des Betrags oder der Lieferung von Aktien, dessen Anzahl im Voraus festgelegt wurde, zu entscheiden. Anhand eines Kupons werden wie bei Anleihen die Zinszahlungen bei Aktienanleihen garantiert. Aktienanleihen hängen immer mit der Kursentwicklung einer Aktie zusammen.

Aktienanleihen verbinden ein Termingeschäft mit einer sehr hoch verzinsten Anlage. Dabei gibt es den Geldanleger und den Emittenten, wobei der Geldanleger durch die Aktienanleihe die Chance erhält, einen gewissen Aktienwert zu erhalten, da die Anleihen mit der Kursentwicklung von Aktien und einer garantierten Zinszahlung zusammenhängen. Anders als es bei dem Emittenten der Fall ist, erlangt der Geldanleger bei Aktienanleihen Ansprüche auf Zinszahlungen und Schuldtilgung.

Ist die Laufzeit einer Aktie abgelaufen, dann wird anhand des Kurses entschieden, auf welche Weise die Rückzahlung stattfinden soll. Dabei kommt es

  • bei einem niedrigeren Aktienkurs gegenüber dem festgelegten Basispreis zur Rückzahlung durch Aktien;
  • bei einem höheren oder gleichwertigen Aktienkurs im Vergleich zum festgelegten Basispreis zur Rückzahlung des Nominalbetrags.

Besteht bei Aktienanleihen die Möglichkeit, eine Rückzahlung durch Aktien vorzunehmen, dann werden die folgenden Anleihen angeboten:

  • Hochzinsanleihen mit Rückzahlungswahlrecht in Aktien und
  • Niedrigzinsanleihen oder Umtauschanleihen.